Take_a_look.

Leela's Weblog

Vobis salutem dico.

Navi

Startseite Gästebuch About me

Über Leela's

Überwachung, Datenschutz, Medizin, Wissenschaft und Literatur...ich werde versuchen hier ein wenig Wissen zusammenzutragen. Seht euch nur um.

Scientia potentia est ~ Themen

Bücher Sicherheit von Passwörtern Link folgt

Credits

Designer

Die Inhalte auf dieser Seite sind das geistige Eigentum ihrer Autoren. Unrechtmäßige Vervielfältigung von geschützten Inhalten, Codes und Grafiken ist nicht gestattet.

Roman Rausch - Die Kinderhexe

Im Würzburg des 17. Jahrunderts brennen die Scheiterhaufen - als auch Kathis Amme Babette den Hexenjägern zum Opfer fällt, schwört diese Rache und will nun die Ankläger Babettes selbst auf den Scheiterhaufen bringen.

Kathi behauptet, sie sei mit Babettes Geist zu einem Hexensabbat geflogen und habe Babettes Ankläger dort gesehen und ihr Plan scheint aufzugehen - dann beginnen jedoch auch andere Kinder, die Geschichte über den Hexensabbat für sich zu nutzen und die Sache gerät langsam aber sicher außer Kontrolle.

Vermeintliche Hexen werden in historischen Romanen immer mal wieder gerne verbrannt, in "Die Kinderhexe" nimmt sich Roman Rausch jedoch ein Thema vor, das bisher sowohl in der Literatur, als auch in der Forschung weniger beachtet wurde - nämlich die Rolle, die Kinder zeitweilen in Hexenprozessen spielten.

"Die Kinderhexe" ist somit kein gewöhnlicher, historischer Roman, denn die Geschichte aus Sicht eines Kindes mitzuerleben, bietet dem Leser eine erfrischend-andere und ungewohnte Perspektive auf das damalige Geschehen.
Aufgrund der nicht besonders hohen Seitenzahl schreitet die Geschichte relativ schnell voran - manchmal zu schnell für meinen Geschmack - ist dabei bis zum Ende jedoch stets spannend und nachvollziehbar. Insgesamt hätte ich zwar gerne noch mehr über manche Charaktere erfahren, aber auch so schafft der Autor es, eine ansprechende Geschichte mir überzeugenden Akteuren zu erzählen, die man nicht so leicht in die Kategorien "gut" und "böse" einteilen kann.
Roman Rauschs Deutschland zur Zeit des 30-Jährigen Krieges bietet ansonsten eines nicht, das man leider in vielen, historischen Romanen findet: Historienkitsch. Rauschs Frühe Neuzeit ist rau und brutal, auch, wenn man von erwähnten Krieg nur wenig mitbekommt.

Wer sich für das Thema Hexenverfolgungen interessiert und zudem einen Roman sucht, der nicht zu dick, dafür aber von Anfang bis Ende spannend ist, wird dieses Buch mögen.

 
15.12.11 03:22
 
Letzte Einträge: Melisse J. Rose - Das Haus der verlorenen Düfte, Mila Roth - Von Flöhen und Mäusen


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de