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Thomas Kastura: Das dunkle Erbe

Krimi nach alter Tradition

In Köln wurden zwei Frauen ermordet und eine weitere wird vermisst, ebenfalls für tot gehalten. Ihre Gemeinsamkeit: Sie waren die Frau, Geliebte und Arbeitskollegin des Arztes Bernhard Schwan, den man als mutmaßlichen Täter festgenommen hat. Seine Schuld scheint klar zu sein, bis Kommissar Raupach, Assistentin Photini und sein Team beginnen, Schwans Villa unter die Lupe zu nehmen und darin in der Tat ein „dunkles Erbe“ finden, das anscheinend mehrere Morde wert war.


Unterdessen hat Raupach aber auch noch ein anderes Problem: Sein Jugendfreund Felix befindet sich im Krankenhaus und liegt im Sterben. Ein Dilemma: Wie soll Raupach persönliche und berufliche Interessen unter einen Hut bringen ohne eines davon zu vernachlässigen?

Thomas Kastura legt mit Das dunkle Erbe“ einen soliden, durchgängig bis zum Ende spannenden Krimi vor. Er erfindet das Genre zwar nicht neu, weiß aber eine interessante Geschichte zu erzählen, die u.a. auch politisch und geschichtlich interessant ist. Auch das Thema Freundschaft wird in der Nebenhandlung rund um Felix angeschnitten und hilft dem Leser, dem ansonsten sehr nüchternen Raupach ein wenig näher zu kommen.
Wegen der etwas nüchternen Erzählweise bleiben manche Nebencharaktere dann leider auch ein wenig platt und farblos, während andere genau das Gegenteil dazu darstellen (sollte Kastura jemals eine „Photini-Dirou-Reihe schreiben, wäre ich sofort dabei).

Frei von Schwächen ist dieser zweite Teil seiner Raupach-Reihe (den man aber als eigenständiges Buch lesen kann, wie ich es gemacht habe) leider nicht: Abgesehen von o.g. Schwächen wäre eine Zeugin eher dazu geeignet gewesen, den Platz mit einem der Opfer zu tauschen, so sehr wie sie genervt hat, es gibt eine etwas unpassende Liebesgeschichte und auch der abgegriffenen, aber offensichtlich immer noch sehr beliebten Nazi-Thematik wird mal wieder ein Auftritt spendiert. Das ist bei Büchern von deutschen Autoren wohl auf Dauer nicht zu vermeiden?

Ansonsten überzeugt das Buch aber durch eine erst undurchschaubare und dadurch sehr spannende Handlung und eine gute, wenn auch etwas trockene Erzählweise. Das Ende nach alter Christie-Manier (der Täter gesteht alles), ist zwar ebenfalls nicht neu, klärt aber offengebliebene Fragen und hat noch ein paar Überraschungen zu bieten. Ein realistischer Krimi mit ein paar Schwächen, über die Krimi-Freunde aber leicht hinwegsehen dürften.

1.3.09 00:04
 
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