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Stefán Máni: Das Schiff

Düster, bedrohlich, spannend
Das Frachtschiff Per Se macht sich samt seiner Crew auf den Weg von Island nach Südamerika. An Bord sind die unterschidlichsten Personen, die alle ein mehr oder weniger dunkles Geheimnis oder andere Probleme haben: Der Kapitän hat Probleme mit seiner Frau, will versuchen, die seit langem aus dem Ufer laufende Ehe zu retten, sein erster Steuermann ist ein psychisch kranker Alkoholiker, der andere hat kurz vor dem Aufbruch seine Frau umgebracht. Ein anderer wird aufgrund seiner Spielschulden erpresst und soll ein Päckchen Drogen nach Island schmuggeln und zu guter letzt ist da noch ein Mann, der 'Satan' genannt wird und den es nur durch Zufall auf das auslaufende Schiff verschlagen hat.
Da die Seemänner mit ihrer Kündigung rechnen, planen sie eine Meuterei, aber bevor es dazu kommt, ereignen sich noch allerhand andere Dinge auf dem Schiff und die Situation eskaliert zusehends. Hält man zuerst noch den Außenseiter Satan für den einzig schuldigen, traut bald niemand mehr seinem Nebenmann über den Weg, bis sich auch noch eine Bedrohung von außen der Palette an Gefahren hinzugesellt...

Am Anfang des Buches werden erst einmal die Charaktere in einzelnen, noch unzusammenhängenden Kapiteln vorgestellt, die sich aber bald nahtlos zu einer Handlung zusammenfügen. Direkt auf den ersten Seiten geht es schon sehr rasant und teilweise kriminell zu, sodass ich mich fragte, wie es erst aussehen würde, wenn sich alle Personen auf hoher See befänden. Teilweise wirken die actionreichen Szenen nicht unbedingt realistisch, aber das weiß Mani durch eine dichte erzählierische Atmosphäre und große Spannung auszugleichen. So gesehen erinnerten mich die ersten Kapitel ein wenig an einen Actionfilm: Jeder weiß, dass das, was er da sieht, nicht realistisch ist, aber das ist egal, denn das Geschehen ist einfach unglaublich spannend. Punctum.

Anschließend glätten sich die Wogen ein wenig und Mani nimmt sich Zeit, die Charaktere eingehender vorzustellen und vor allem ihre seelischen Abgründe zu erforschen. Die Grundstimmung auf dem Schiff ist schlecht und niemand traut seinem Nebenmann über den Weg - wie gemacht für eine kleine Eskalation.
In seiner klaren Sprache beschreibt der Autor nun die angespannte Spannung auf dem Schiff, die zunehmend von Feindseligkeiten und Misstrauen verstärkt wird. So geht es weiter, bis man nicht mehr unbedingt mit einem Umschwung in der Handlung rechnet, der ganz unerwartet eintritt...wenn man nicht die Inhaltsangabe im Schutzumschlag gelesen hat, versteht sich. Glücklicherweise habe ich nicht mehr daran gedacht, was dort steht, kann aber wirklich nur dazu raten, die Finger von dieser Inhaltsangabe zu lassen, die der Handlung einen ordentlichen Überraschungsmoment nimmt. So etwas gehört wirklich nicht auf den Umschlag eines Buches...

Auch nachdem die Gefahr relativ gebannt erscheint, gibt es jedoch wenig Hoffnung für die Protagonisten und die Stimmung bleibt  bedrückt, bis zu einem Ende, das genau zur düsteren Atmosphäre dieses Buches passt und kaum anders hätte sein dürfen. Ledliglich eine Sache fiel mir negativ auf, nämlich, dass der Handlungsstrang rund um Lilja und Jon Karls Häscher nicht aufgelöst wird. Schade - hat der Autor da etwa etwas vergessen?

Ansonsten ist dies ein spannendes actiongeladenes Buch mit überzeugenden Charakteren, eingebettet in eine ebenso spannende Handlung, düster bedrohlich und sehr atmosphärisch. Teilweise etwas mit actionreichen Szenen überladen, was auf Dauer nicht realistisch ist, aber dadurch nicht weniger spannend und auf jeden Fall gute Unterhaltung. Mehr davon.
28.12.08 22:01
 
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