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Emma Hamberg: Landliebe gesucht

 Seichte Lektüre für spannende Stunden

 

 

 Die Leseprobe zu "Landliebe gesucht" fand ich eigentlich nur mittelmäßig, von daher habe ich nicht wirklich viel von diesem Buch erwartet. Mit dem Fortschreiten der Handlung zerstreuten sich meine Zweifeln am Buch aber zusehends - es ist zwar immer noch kein literarisches Meisterwerk und auch kein Spannungsfeuerwerk, aber immerhin eine schöne, lebensnahe Lektüre für zwischendurch.

Lena, Marie und Asa sind zwei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Lena lebt mit ihrem Mann Robert auf dem Land und hat vier Kinder, fühlt sich oftmals überfordert und von Robert alleingelassen, Marie hat es nach Stockholm verschlagen, wo sie in einer Hardrockbar arbeitet. Abgesehen von zahlreichen Affären hat sie die 'wahre Liebe' noch nicht gefunden, scheint mit ihrem Leben aber ganz zufrieden zu sein. Und zuletzt ist da noch Asa, die es zufällig zu Reichtum gebracht hat und die sich praktisch jeden Wunsch erfüllen kann; nur das erwünschte Kind will sich einfach nicht einstellen.
Schließlich führt ein unglückliches Ereignis die drei ungleichen Schwestern wieder zusammen - Irene, die Mutter der drei steht auf einmal mit ihrem Hof und 100 Kühen alleine da, nachdem ihr Mann verstorben ist. Und plötzlich verändert sich nicht nur Irenes Leben schlagartig...

Zugegeben - wenn ich solch ein Buch im Buchhandel sehen würde, müsste ich nicht zweimal überlegen, um zu wissen, dass ich so etwas nie und nimmer kaufen würde. Solcherart Romane sind nämlich eigentlich nicht mein Fall - viel zu seicht und oberflächlich, nicht besonders anspruchsvoll, zu...trivial.
Viele dieser Kriterien treffen auch hier zu, aber dennoch musste ich feststellen, dass mir das Lesen dieses Buches Spaß gemacht hat.
Mit ihren drei Schwestern hat Emma Hamberg drei Charaktere erschaffen, mitnichten frei von Klischees zu sein scheinen - eine unglückliche Karrierefrau, eine rebellische Barchefin und zuletzt eine frustrierte Mutter, die am liebsten alles hinschmeißen würde. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass für die meisten Leser genug Identifikationspotential vorhanden ist, eben weil die drei so unterschiedlich sind. Wie im Buch selbst stand: Wären die drei nicht miteinander verwandt, hätten sie sich wahrscheinlich nie kennengelernt.
Das Leben und vor allem die Wandlung dieser Charaktere zu verfolgen hat mir wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich z.B. von Lena, einer Art erwachsenem Kind, eher genervt als amüsiert war.
Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht einer der Frauen geschildert, die Erzählperspektive kann dabei innerhalb der Kapitel mehrmals wechseln; so wird es nicht langweilig und man erfährt etwas über das Innenleben aller drei Charaktere.
Vom Schreibstil her gehört "Landliebe gesucht" wohl eher in die Schublade "leichte Lektüre", denn man kann das Buch auch gut bequem nebenbei im Zug lesen, ohne dass einem irgendetwas entgeht. Die Satzstrukturen sind relativ einfach gehalten und passen zum Thema das Buches, die Sprache ist sehr locker und manchmal leicht ironisch angehaucht. Der Humor kommt auch in den Beschreibungen der Autorin auf jeden Fall nicht zu kurz.
Teilweise werden aber einfach nur Hauptsätze aneinandergereiht und die Autorin verfällt nicht selten in die Umgangssprache. Das mag vielleicht zur Geschichte passen, aber mich hat es beim Lesen doch ein wenig gestört.

Liebhabern von humoristisch angehauchten Frauenromanen kann man dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, aber auch alle anderen können ruhig einen Versuch wagen. Ich jedenfalls habe einige amüsierte Stunden damit verbringen können und musste feststellen, dass solche Bücher - obwohl nicht gerade anspruchsvoll - auf jeden Fall gute Unterhaltung sein können. Ansprechend verpackt wissen auch alltägliche Dinge in Buchform zu gefallen.

23.11.08 21:23
 
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