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Die Zwerge von Amboss

Ein etwas anderes Buch über und mit Zwergen

 

Zwergebücher sind normalerweise nicht mein Fall und normalerweise würde ich nie freiwillig eines anrühren. Schon die Leseprobe zu diesem Exemplar zeigte mir aber, dass es offensichtlich doch gute Bücher mit Zwergen als Protagonisten gibt, in denen diverse Fantasy-Klischees gar nicht verwendet oder überstrapaziert werden.

Zum Inhalt: In Amboss, einer großen Stadt in der industrialisierten Welt der Zwerge, wird ein angesehener Bürger der Stadt ermordet. Die "Sucher" - zwergische Ermittler - Garep und Bugeg ermitteln in diesem Fall - und dass es sich bei dem Mörder um einen Menschen handelt, deutet für Bugeg automatisch auf eines hin: Die Menschen, die im Reich der Zwerge nur geduldet werden, planen eine Intrige zur Untergrabung des Zwergenreiches. Garep sieht das anders und ermittelt weiter in dem Fall, stößt dabei auf weitere Tote und ebenso auf eine Intrige, die sich aber als eine ganz Andere herausstellt...
Neben diesen beiden Zwergen lernt man aber auch noch allerhand andere Charaktere kennen: Siris, einen Bestienjäger aus dem chaotischen und kriegüberzogenen Reich der Menschen, der seine Schwester Sira sucht. Himek einen sog. Leiböffner, der in einer Anstalt arbeitet und dessen Vorgesetzter Experimente an seinen Patienten durchführt, sowie Ulaha eine Halblingsfrau, die sich als Patientin in dieser Anstalt befindet.

Plischke schafft es im Laufe des Buches, all diese verschiedenen Handlungsstränge zu einem einzigen zu verweben, während sie am Anfang nur wenig miteinander zu tun haben. Dabei ist die Welt, die er erschafft, der unseren gar nicht so unähnlich: Die Zwerge leben in einem industrialisierten Zeitalter, tragen z.B. Pistolen und fahren mit Zügen umher. Es gibt Probleme wie Arbeitslosigkeit, Armut und Diskriminierung - und in den oberen Rängen natürlich auch Machtspiele und Korruption.
Man hat hier eben kein typisches Fantasy-Buch vor sich, denn der Autor vermischt in seinem Buch mehrere Genres - es fängt wie ein Krimi an, wird mit der Zeit aber zusehends phantastischer (obwohl die Fantasy-Elemente mitnichten überwiegen), gesellschaftskritisch und politisch. Die Zwerge als Protagonisten würde ich sogar eher nur als eine interessante Zugabe sehen; das ins Buch verpackte Thema eher als aktuell und teils auf die heutige Zeit übertragbar, dazu verpackt in phantastische Elemente.

Die Charaktere gefielen mir größtenteils sehr gut, man nimmt ihnen ihr Verhalten ab; zudem schmückt Plischke seine Erzählung mit einigen humoristischen Elementen (die auch nicht überwiegen) aus. Ich jedenfalls musste nicht selten schmunzeln, wenn die Zwerge von den Menschen wieder einmal als "Stümpfe" bezeichnet wurden.
Die Geschichte selbst liest sich sehr flüssig und die Kapitel hören meistens dort auf, wo es richtig spannend wird - das regt zum Weiterlesen an und die Seiten fliegen nur so dahin.
Leider merkt man am Ende doch sehr, dass es sich bei "Die Zwerge von Amboss" nur um den ersten Teil einer Reihe handelt, denn vieles wird noch nicht geklärt, ich hatte sogar den Eindruck, als würde das Abenteuer erst richtig losgehen. Das ist zumindest für mich ein Grund, auch den zweiten Teil zu lesen, denn dieser überzeugt doch überwiegend, vor allem durch seine Originalität.
Zwerge-Bücher werde ich in Zukunft dennoch nicht anrühren - statt den klischeehaften Zwergen aus "Die Zwerge" und Co., die durch Höhlen kriechen und ihre Äxte schwingen, sind mir diese moderneren, den Menschen gar nicht unähnlichen Zwerge doch um einiges lieber, ich warte also gespannt auf das nächste Buch.

Bei einem Umfang von gut 500 Seiten ist es bei den Büchern von Piper leider etwas schwer, sie (vor allem, wenn man in der Mitte ankommt) zu lesen, ohne dass der Buchrücken knickt. Am besten nicht zu weit aufklappen.

21.11.08 20:42
 
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